PEP® (nach Dr. Michael Bohne)
Prozess- und Embodimentfokussierte Psychologie
Für einen gesunden Selbstwert und einen guten Umgang mit dir selbst.
PEP® (nach Dr. Michael Bohne)
Mit Humor und Leichtigkeit belastenden Themen, ungünstige Glaubenssätze und Stress begegnen.
Klopfen, um belastende Emotionen zu verändern
Erlebnisse, Erinnerungen, aktuelle Situationen oder auch die Vorstellung von etwas Zukünftigem können uns belasten und starke Emotionen auslösen. Unsicherheiten, Stress, Ängste oder belastende Erfahrungen zeigen sich dabei nicht nur im Kopf, sondern auch im Körper. Vielleicht entsteht Druck in der Brust, ein Kloß im Hals oder eine innere Unruhe. Denn Emotionen denken wir nicht – wir spüren sie. Sie finden im Körper statt.
Genau hier setzt das Klopfen von PEP® an.
Während du dich innerlich mit dem belastenden Thema verbindest, klopfen wir sanft mit den Fingerkuppen auf ausgewählte Punkte am Körper – zum Beispiel an der Hand oder im Gesicht. Auch wenn das im ersten Moment ungewohnt wirken mag, steckt dahinter ein gut erforschtes Prinzip: Emotionale Stressreaktionen entstehen in älteren Bereichen unseres Gehirns und sind eng mit körperlichen Empfindungen verknüpft.
Durch das Klopfen wird das Nervensystem gezielt beruhigt. Die emotionale Aktivierung kann sich regulieren und das, was sich zuvor festgefahren, überwältigend oder unveränderlich angefühlt hat, kommt Schritt für Schritt in Bewegung.
So wird es möglich, belastende Emotionen nachhaltig zu verändern – oft schneller und wirksamer, als es allein über Gespräche oder Nachdenken gelingt. Denn Gespräche und Gedanken finden überwiegend im Frontalhirn statt und erreichen jene tieferen Hirnregionen kaum, in denen emotionale Reaktionen entstehen und gespeichert werden. Das kennen wir auch aus dem Alltag: Sätze wie „Du musst keine Angst haben“ oder „Entspann dich doch einfach“ helfen selten wirklich weiter.
Big Five der Lösungsblockaden
Für mich war die Entdeckung der Lösungsblockaden nach Michael Bohne ein entscheidender Wendepunkt im Verständnis davon, warum manche Themen trotz Einsicht, Motivation und Bemühung feststecken.
Kennst du das Gefühl, genau zu wissen, was eigentlich sinnvoll wäre – und trotzdem gelingt es nicht? Man „müsste doch einfach nur …“, aber irgendetwas hält einen zurück. Als wäre das Problem mit unsichtbaren Schnüren an einem festgebunden.
Genau hier setzen die sogenannten Lösungsblockaden an. Solange wir diese unbewusst „an Bord“ haben, stehen sie echter Veränderung im Weg und sorgen dafür, dass Probleme sich immer wieder stabilisieren.
Selbstvorwürfe
Selbstzweifel, innere Kritik oder das Gefühl, nicht gut genug zu sein, schwächen uns zusätzlich – gerade dann, wenn wir ohnehin schon belastet sind. Statt zu helfen, richten wir uns innerlich gegen uns selbst.
Fremdvorwürfe
Wenn wir innerlich ständig mit anderen hadern oder ihnen Vorwürfe machen, bleiben wir emotional an sie gebunden. Die andere Person bekommt dauerhaft Raum in unserem Inneren und wir geraten in eine Opferrolle verlieren an Wirksamkeit.
Erwartungshaltungen
Sätze wie „Er soll mich einfach in Ruhe lassen“ oder „Sie müsste sich endlich ändern“ wirken verständlich, machen das eigene Wohlbefinden jedoch abhängig vom Verhalten anderer Menschen. Dadurch geben wir unbewusst Macht an sie ab und verlieren an Selbstwirksamkeit.
Inneres Schrumpfen
In bestimmten Situationen fühlen wir uns plötzlich klein, unsicher oder jünger, als wir eigentlich sind – etwa in Konflikten, vor Vorträgen oder gegenüber Autoritätspersonen. Dann übernimmt oft ein jüngerer innerer Anteil die Führung, obwohl wir heute über viel mehr Fähigkeiten verfügen und sie genau in diese Situationen brauchen.
Parafunktionale Loyalitäten
Als soziale Wesen sind wir mit anderen Menschen, Rollen und Wertesystemen verbunden. Problematisch wird es dann, wenn diese Verbundenheit uns einschränkt oder der eigenen Entwicklung im Weg steht. Zum Beispiel durch die Frage, ob man glücklich sein „darf“, wenn andere leiden oder gelitten haben.
Solange eine oder mehrere dieser Lösungsblockaden aktiv sind, wird nachhaltige Veränderung schwierig. Deshalb ist es so hilfreich, sie zu erkennen und Schritt für Schritt aufzulösen.
Anders als Emotionen, die vor allem über den Körper und das Klopfen reguliert werden, lassen sich diese inneren Überzeugungen über Sprache, Gesten und neue Erfahrungen verändern. Unterstützend werden dabei sogenannte Kraftsätze entwickelt, die neue Denk- und Handlungsmuster nachhaltig im Gehirn verankern.
Selbstwerttraining
Den Selbstwert kann man sich sozusagen wie das Immunsystem der Psyche vorstellen. Ist der Selbstwert stabil, können wir mit Herausforderungen, Kritik oder Fehlern meist gut umgehen. Rutscht er jedoch weg, werden wir anfälliger für Selbstzweifel, innere Kritik, belastende Gedanken und starke Emotionen wie Angst, Scham oder Ohnmacht.
Wichtig dabei ist: Selbstwert ist nicht einfach grundsätzlich „hoch“ oder „niedrig“. Er ist stark situationsabhängig. Fast jeder Mensch kennt bestimmte Situationen, in denen der eigene Selbstwert plötzlich wegrutscht – zum Beispiel in Konflikten, bei Kritik oder im Kontakt mit bestimmten Menschen.
Deshalb schauen wir im Selbstwerttraining zunächst ganz konkret darauf, in welchen Situationen der Selbstwert instabil wird. Häufig zeigen sich dabei sogenannte Selbstwerträuber:
das innere Schrumpfen, bei dem wir vergessen, wie kompetent und erfahren wir wirklich sind
der Wunsch, alles gut machen zu wollen und sich dadurch unter Druck zu setzen
von anderen gut gefunden werden zu wollen und das eigene Gefühl von ihrem Urteil abhängig zu machen
ein ungünstiger Umgang mit Fehlern, bei dem Erfolg äußeren Umständen und Misserfolg sich selbst zugeschrieben wird
Selbstzweifel und negative Selbstzuschreibungen im Sinne eines negativen Selbstkonzepts
Diese Muster werden im Selbstwerttraining zunächst sichtbar gemacht und dann gezielt verändert. Anschließend werden sogenannte Selbstwertspender aufgebaut: also stärkende innere Haltungen und individuelle genau passende Kraftsätze, die den Selbstwert in genau diesen Situationen stabilisieren und stärken.
